UNSERE KOMMUNISTISCHEN KANDIDATEN
Wer seine Stimme zum Protest erheben will, darf sie nicht abgeben! Die DKP tritt am 20. September zu den Wahlen zum Abgeordnetenhaus Berlin an.
Die Kandidatinnen und Kandidaten der DKP sind keine Berufspolitiker, sondern Gewerkschafter, Studierende und Rentner aus Berlin – Menschen, die nicht erst seit gestern kämpfen, ob im Betrieb oder auf der Straße, zuletzt in der Bewegung gegen die Wehrpflicht. Hier stellen sie sich vor. Wer sie persönlich kennenlernen und ihnen Fragen stellen möchte, kann am letzten Augustwochenende zu den Friedenstagen am Franz-Mehring-Platz 1 kommen.




AXEL SEELIG
Axel kandidiert für die DKP im Bezirk Treptow-Köpenick. Hier könnte vieles wesentlich besser funktionieren, wenn dem Gemeinwohl und somit den Interessen der Mehrheit Vorrang eingeräumt werden würde! Es ist möglich, einen funktionierenden ÖPNV und einen kommunalen Wohnungsbau zu organisieren! Wir wollen zusammen mit den Menschen den Bezirk gestalten und verändern!
Warum nimmt die Militarisierung eine so zentrale Rolle im Wahlprogramm der DKP für Treptow-Köpenick ein? “In Adlershof werden gezielt Start-Ups zur Entwicklung von Drohnen und anderer Kriegstechnik angesiedelt. Adlershof wird zum Rüstungsstandort und gefährdet damit die Sicherheit der Bevölkerung. Wir dürfen nicht zulassen, dass Deutschland Kriegspartei ist. Nur im Austausch mit allen Völkern und durch internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit können wir eine friedliche und zukunftsweisende Entwicklung erreichen!”
SAMUEL VETTER
Samuel studiert im zweiten Semester Literatur und Philosophie an der HU. Er sagt: “Zur Politik bin ich gekommen, weil ich in meinem kurzen Leben bereits bemerken musste, daß sich die Lage hier in allen relevanten Bereichen verschlechtert: Bildung, Infrastruktur, Rente usf., ganz gleich wer regiert. Und nach außen unterstützt die BRD Kriege in aller Welt. Die Systemfrage liegt für mich auf der Hand.”
Studieren in Berlin wird immer teurer – Miete, Lebenshaltungskosten, Studiengebühren. Warum ist das so? “Studenten müssen im Durchschnitt über 600€ für ihre Miete ausgeben, hinzu kommen die gestiegenen Preise wie Semestergebühren. Die geplante Erhöhung des BAföG steht aus, wer weiß, ob sie je kommen wird. Viele müssen neben dem Studium arbeiten, was dazu führt, dass kaum ein Student in der Regelstudienzeit fertig wird. Aber die Politiker beklagen sich über Fachkräftemangel.”
HEINZ WERNER
Heinz ist 71 Jahre alt und in seinem Kiez in Friedrichshagen ein bekanntes Gesicht. Als Taxifahrer ist er jeden Tag in Berlin unterwegs und kennt seine Bewohner. Für ihn steht der Kampf um eine Zukunft in Frieden im Vordergrund. Aufgewachsen in der DDR, ist es für ihn am wichtigsten, auch kommenden Generationen ein Leben ohne Krieg zu sichern.
Du fährst seit Jahren durch Berlin – wie hat sich die Stadt verändert?
“Berlin wird immer mehr zur Anlagemöglichkeit für die großen Banken und Konzerne. Alles, was mal dem Volk gehörte, wurde an private Investoren verscherbelt – den Preis zahlen wir alle. Als Ost-Berliner weiß ich: Eine andere Stadt war möglich. Eine, in der Wohnen kein Luxus war, eine, in der Orte wie das SEZ günstige Erholung boten, eine, in der die nächste Kaufhalle nah und die Waren bezahlbar waren. Ich kann nicht zu Hause sitzen und zusehen, wie meine Stadt vor die Hunde geht. Berlin muss eine Stadt sein, in der es sich leben lässt ohne ständige Furcht vor der nächsten Mieterhöhung!”
JOHANNES WULLSCHLÄGER
Johannes ist 24 Jahre alt und studiert Psychologie an der Humboldt Universität. Außerdem arbeitet er bei einer Berufsgenossenschaft. Der Kampf um bessere Bildung sowie bezahlbare Kultur- und Freizeitangebote sind ihm ein Kernanliegen. Johannes lebt und engagiert sich in seinem Kiez in Johannis-thal, wo er als Direktkandidat der DKP zur Wahl antritt.
Warum braucht Berlin einen jungen Kommunisten im Abgeordnetenhaus?
“Im Abgeordnetenhaus kuscheln die Parteien mit den Vertretern der Großkonzerne. Senatoren schieben ihren Parteikollegen Gelder zu. Von ihnen werden wir nicht gehört, wir müssen uns eine eigene Stimme geben. Wir brauchen eine Stimme gegen Kürzungen, eine Stimme der Schulstreiks gegen die Wehrpflicht, eine Stimme gegen den Mietwucher. Kurz: Wir brauchen eine Stimme der arbeitenden und lernenden Jugend! Die DKP stärkt die Stimmen der kämpfenden Jugend – auch über die Wahl hinaus.”
